Seit dem 11.01. 2008 sind die Temperaturen außergewöhnlich mild. Selbst Nachts ist die Temperatur über 10 Grad Celsius geblieben.
Bienenvölker reagieren auf hohe Temperaturen
Mit einem Beginn der Bruttätigkeit ist jetzt zu rechnen. In normalen Jahren sitzen die Bienen in einer ruhigen Wintertraube und zehren von dem eingelagerten Futter, welches bereits direkt nach der Honigernte gegeben wurde. Das flüssige Zuckerwasser lagern die Bienen dann, wenn wir Hochsommer haben in den Bienenwaben ein, um es in den Wintermonaten zu verzehren.

Das Kondenswasser unter der Folie zeigt an, daß bereits Brut geflegt wird. Dies ist um diese Jahreszeit sehr ungünstig, da mit der Brut ein verstärkter Stoffwechsel im Volk vorhanden ist. Für die Bruterzeugung wird Blütenpollen als Eiweißträger und eingelagertes Futter für den Futtersaft benötigt. Der Blütenpollen steht jedoch in der Natur noch nicht zur Verfügung, da ein Bienenflug nur bei Temperaturen über 10 Grad Celsius stattfindet. Es wird das Eiweißfettpolster der einzelnen Bienen dazu aufgebraucht. Die Lebenserwartung der einzelnen Honigtierchen geht dabei stark zurück.
Im Winter ohne Stoffwechsel beträgt die Lebenszeit der Biene mehr als 6 Monate, während in den Sommermonaten die Lebenserwartung nur 6 Wochen beträgt.
Gerade kommen von der Imkerseite bereits wieder Meldungen herein, die von größeren Völkerverlusten berichten. Dies wird darauf zurückgeführt, daß vor einem Jahr bereits ein sehr milder Winter war und die Bienen einen ähnlichen Zyklus durchlaufen haben. Dabei kommt es in Folge des Brutverhaltens auch zu einer Vermehrung der Vorroa Milben. Im Herbst und frühen Winter sind dann die Völker gestorben.
Die weitere Entwicklung wird mit Spannung beobachtet.

Bienenvolk im Versandkasten
Cremiger Rapshonig
Edelkastanienhonig
Waldhonig aus dem Sauerland